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Visuelles Marketing mit Pinterest und Instagram

Social Media Marketing ist mehr als nur Facebook & Twitter – das ist heute kein Geheimnis mehr. Es ist nicht leicht, bei der Vielzahl von Plattformen, Diensten und Apps den Überblick zu bewahren. Dennoch gibt es immer wieder Anwendungen die sich von der Masse abheben – Foto-Anwendungen wie z.B. „Pinterest“ oder die App „Instagram“ gehören sicherlich dazu. Aber was sind Pinterest und Instagram und wie kann man sie sinnvoll im Marketing einsetzen?

Was sind Pinterest und Instagram?

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – sicher ein Grund, warum Pinterest und Instagram sich innerhalb kürzester Zeit in der Webgemeinde etabliert haben.

Beide Dienste beschäftigen sich mit dem betrachten, teilen und kommentieren von Bildern. Fotos und Videos sind in allen Sozialen Netzwerken sehr beliebt und werden oft geteilt, geliked oder kommentiert.

Pinterest gehört momentan zu den fünf größten Social Media-Kanälen. Im vergangenen Jahr sind die Userzahlen laut einer Untersuchung von ComScore von einer Million auf zwölf Millionen gewachsen. Auch die Verweildauer der User hat sich mehr als verdoppelt und liegt mittlerweile bei über 80 Minuten pro Monat.

Instagram wurde im April 2012 von Facebook übernommen. Am 09. September 2013 verkündete Instagram in ihrem Blog die Grenze von 150 Millionen aktiven Nutzern pro Monat (Monthly Active Users – MAU) erreicht zu haben – Tendenz steigend.

Beide Networks unterscheiden sich jedoch grundlegend im Aufbau:
Instagram setzt auf User Generated Content, also Bilder, die Menschen aufgenommen haben und anderen zeigen wollen. Pinterest setzt auf das Gemeinschaftsgefühl, das durch das Teilen von Bildern entsteht.

Pinterest – kurz erklärt

Zunächst einmal ist Pinterest eine virtuelle Pinnwand auf der in verschiedenen „Unter-Pinnwänden“, so genannten Boards, Bilder gezeigt und gegebenenfalls kommentiert werden. Diese Boards sind in der Regel themenbezogen (z.B. Mode, Architektur, Sport, usw.) und ergeben somit eine gewisse Struktur auf der Plattform.

Die Bilder kommen irgendwoher aus dem Netz, können aber auch vom jeweiligen User selbst aufgenommen worden sein. Der Grundgedanke ist, diese Bilder/Motive mit Gleichgesinnten zu teilen.

Als registrierter User kann man sich die Boards aussuchen denen man quasi folgt. Wie bereits erwähnt, können Sie eigene Bilder hochladen oder Bilder/Motive die Sie auf andern Webseiten finden auf Ihre Pinnwand pinnen. Außerdem können Bilder von andern Pinnwänden „repinned“ werden und somit erneut mit Ihren Freunden geteilt werden.

Pinterest unterscheidet es sich von anderen Sozialen Netzwerken, indem es stark auf Visualisierung setzt und User sich an bestimmten Themen orientieren.

Für Unternehmen ist die Erstellung von eigenen Boards / Pinnwänden zu interessanten Themenwelten mit spannenden Motiven und origineller Aufmachung eine echte Chance User anzusprechen. Beispielsweise nutzen Unternehmen Boards für witzige Bilderrätsel und ähnliches. Das Risiko, das insbesondere bei Arbeiten mit Bildern immer bedacht werden sollte, ist die Urheberfrage.

Screenshot pinterest
Screenshot pinterest

Instagram – kurz erklärt

Instagram ist eine kostenlose Foto-App für Smartphones, mit der User ihre Bilder sehr leicht bearbeiten können. Es können so genannte Filter angewendet werden, die den Fotos beispielsweise einen Retro-Charakter oder schärfere Kontraste geben.

Der Fotograf kann diese Bilder / Videos dann per Klick über Instagram, Facebook, Twitter & Co. teilen und seinen Freunden zeigen.

Für Unternehmen scheint es deshalb zunächst schwierig Fuß auf Instagram zu fassen. Vor einem Engagement auf Instagram sollte sich das Unternehmen darüber im Klaren sein, welche Rolle es spielen will – als Absender/Fotograf? als Motiv? Auf jeden Fall ist es sinnvoll, sich rechtzeitig mit dieser App zu beschäftigen, da ab kommendem Jahr auch die Buchung von Werbeflächen möglich sein soll und Instagram nicht zuletzt zum größten Social Network weltweit gehört.

Screenshot Instagram
Screenshot Instagram

Marketing mit Pinterest und Instagram

Welche Macht Bilder und Videos aus Marketing-Sicht haben ist kein Geheimnis. Aber in Kombination mit Social Media ergeben sich völlig neue Potenziale. Bilder und Videos schnell und einfach zu emotionalisieren und anschließend viral zu verbreiten wird eine wichtige Komponente der Social Media Strategie von Unternehmen werden.

Für welche Unternehmen sind Pinterest und Instagram interessant?

Das Angebot sollte visuell transportierbar sein. Es liegt auf der Hand, dass dies für Online-Shops oder Unternehmen aus den Bereichen Mode, Wohnen, Lebensmittel, Reisen/Tourismus usw. der Fall ist. Aber auch Unternehmen anderer Branchen oder Dienstleistungen – selbst im B2B-Segement – können ihr Image oder ihre Marke über Bilder und Videos stärken.

Bedenken Sie, dass User immer mehr über visuelle Inhalte (Pinterest, Instagram, Bildersuche bei Google, YouTube, usw.) angesprochen werden und über diese Inhalte direkt auf die Firmenhomepage gelangen können. Auch diese Möglichkeiten der User-Generierung gehören deshalb zu einer erfolgreichen, modernen Content Marketing Strategie.

Außerdem entwickeln sich die Netzwerke ständig weiter, so plant z.B. Instagram ab 2014 auch Werbeflächen gegen Entgelt zu verkaufen.

Strategie und Planung

  • Bevor Sie als Unternehmen loslegen, sollten Sie analysieren ob Ihre Zielgruppe auf den jeweiligen Plattformen anzutreffen und aktiv ist. Analysieren Sie auch, ob und welche Wettbewerber diese Kanäle bereits nutzen, welche Inhalte diese posten und wie diese von der Nutzergruppe angenommen und akzeptiert werden.
  • Zeigt die Analyse, dass die Plattformen für Ihr Marketing geeignet sind, sollten Sie sich über die Ziele und den Content Gedanken machen. Welchen Content brauche ich um die Geschäftsziele sinnvoll zu unterstützen? Kann ich attraktiven Content liefern? Gibt es genügend Bildcontent oder muss erst welcher produziert werden – gibt es dazu ein Budget?
  • Mit dem einfachen Hochladen von Produktfotos ist es oft nicht getan. Wer erfolgreich sein will, muss vielmehr aus der Masse herausstechen. User reagieren oft negativ auf werblichen oder verkaufsorientierten Content – vor allem im „familiären Umfeld“ eines sozialen Netzwerks. Um erfolgreiches Social Media-Marketing zu betreiben, müssen Sie Geschichten erzählen (Story Telling). Stellen Sie sich Fragen wie: „Kann ich mehr publizieren als nur Firmeninformationen?“, „ Kann ich mit den Inhalten Mehrwerte für meine Zielgruppe bieten?“, „Wie transportiere ich Kreativität, Originalität, Charme und Witz?“.
  • Bedenken Sie, dass – wie in allen sozialen Netzwerken – Aktivität für den Erfolg entscheidend ist. Im besten Fall sollte täglich gepinnt und kommentiert werden, was unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Überlegen Sie, wer für das Befüllen und die Pflege der Plattformen verantwortlich ist. Gibt es genügend Manpower? Wie viel Zeit planen Sie ein?
  • Zu guter Letzt sollte ein aussagekräftiges Monitoring eingesetzt werden. Dabei spielt es keine Rolle ob Sie spezielle Social Media Monitoring Tools nutzen oder Ihr vorhandenes Web-Analyse-System. Wichtig ist, dass die Ziele und der Erfolg, bzw. die Interaktionen messbar sind.

So, jetzt noch viel Spaß beim netzwerken, teilen und posten 😉

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