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Weiterbildungstöpfe für Ihre berufliche Weiterbildung – die wichtigsten Fördermittel im Überblick

Fördermittel

Fördermittel gibt es viele. Nicht selten unterstützen Arbeitgeber das Engagement ihrer Mitarbeiter in Sachen Bildung mit Zeit oder Geld – schließlich profitiert davon auch das Unternehmen. Wer sich für eine Weiterbildung wirklich interessiert, für den gibt es auch Unterstützung. Im Prinzip sind es fünf unterschiedliche Quellen: Bund, Länder, Arbeitgeber, Banken und das Finanzamt. Für wen welcher Fördertopf der richtige ist, erklären wir in diesem Beitrag.

Für Arbeitnehmer sieht es in puncto Unterstützung besonders gut aus. Doch auch Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Selbstständige können auf ein entsprechendes Angebot hoffen. Oft muss man nur wissen, an welche Stelle man sich wenden muss und wie die einzelnen Programme heißen. Alle weiteren Informationen finden sich dann im Netz. Wir bieten einen ersten Überblick:

Geld vom Bund

Zuschüsse vom Bund heißen Aufstiegsstipendium, Bildungsgutschein oder Meister-Bafög. Es gibt vielfältige staatliche Förderprogramme, die Bildungshungrige beim Lernen für den Job unterstützen. Das Spektrum reicht von Förderungen für besonders engagierte Fachkräfte mit guten Ausbildungsnoten bis hin zu zur Unterstützung von gering qualifizierte Arbeitnehmer, die keinen Berufsabschluss haben.

Je nachdem, ob man Arbeitnehmer, Arbeitssuchender, Berufsrückkehrer oder Selbstständiger ist: Wer die jeweiligen Förderbedingungen erfüllt, kann mitunter viel Geld für seine berufliche Weiterbildung bekommen.

  • Aufstiegsstipendien: Für Fachkräfte mit 1.9 Notenabschluss kann ein Studium in Vollzeit mit bis zu 735 Euro monatlich plus Büchergeld unterstützt werden. Anträge sind an die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) in Bonn zu richten (aufstiegsstipendium.de).
  • Bildungsgutschein: Mit dem Bildungsgutschein fördert die Bundesagentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung, die eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt wahrscheinlicher machen. Nach Bewilligung werden alle Kosten für eine Weiterbildung übernommen – neben den Kursgebühren auch Kosten für Fahrten zum Kursort, für Unterbringung und Verpflegung sowie für Betreuung von Kindern (arbeitsagentur.de).
  • Bildungsprämie: Das Programm gliedert sich in den Prämiengutschein (der Staat übernimmt die Hälfte der Kosten für eine Weiterbildung, maximal 500 Euro) und den Spargutschein (für längere und damit oft kostenintensive Weiterbildungen). Beratungsstellen finden Sie hier: bildungspraemie.info
  • Meister-Bafög: Gefördert werden berufliche Aufstiegsfortbildungen, die mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen (in Teil- und Vollzeit) – ein Mix aus Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen (meister-bafoeg.info).
  • WeGebAU: Programm zu Förderung gering qualifizierte Arbeitnehmer, die keinen Berufsabschluss haben, vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen. Arbeitgeber können Zuschüsse für diese Zielgruppe beim Arbeitgeber-Service der örtlichen Arbeitsagenturen beantragen (arbeitsagentur.de).
  • Weiterbildungsstipendien: Das Stipendienprogramm richtet sich an engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren mit der Note 1,9 oder besser. Stipendiaten erhalten bis zu 6.000 Euro – verteilt auf drei Jahre. Zuständig sind die Handwerks- bzw. Industrie- und Handelskammern. Infos unter weiterbildungsstipendium.de.

Geld vom Land

Viele Bundesländer beteiligen sich an den Kosten für berufliche Weiterbildung. In jedem Bundesland heißen die Förderungen etwas anders – Bildungscheck oder Weiterbildungsbonus. Diese Bildungschecks bzw. -boni gelten in der Regel für berufsbegleitende Weiterbildungskurse.

Für einen genaue Auflistung der Fördermöglichkeiten und Ansprechpartner in den einzelnen Bundesländern, lesen Sie bitte hier nach test.de/Leitfaden-Weiterbildung. Grundsätzlich gilt: Um eine Förderung für berufliche Weiterbildungskurse zu bekommen, müssen Interessenten auch im jeweiligen Bundesland wohnen bzw. dort arbeiten.

Leistungen vom Arbeitgeber

Von der beruflichen Weiterbildung eines Mitarbeiters profitiert auch das Unternehmen. Daher sind Arbeitgeber oft bereit, das Engagement ihrer Mitarbeiter finanziell zu unterstützen oder aber Bildungsurlaub zu genehmigen. Einige Bundesländer unterstützen solche Unternehmen auch finanziell. Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten:

  • Individuelle Absprachen: Der Arbeitgeber übernimmt ganz oder teilweise die Kosten bzw. gewährt ein Darlehen – oft wird erwartet, dass sich der Beschäftigte dann auch für eine bestimmte Zeit an die Firma bindet.
  • Bildungsurlaub nennt man den gesetzlichen Anspruch auf freie Tage für berufliche oder auch politische Weiterbildungen. Lohn oder Gehalt werden weiterbezahlt, doch die Kosten für den Kurs trägt der Mitarbeiter selbst. Mehr dazu iwwb.de
  • Geld für Unternehmen: In mehreren Bundesländern können Unternehmen Fördergelder erhalten, um Mitarbeiter zu qualifizieren. Eine vollständige Liste finden Sie ebenfalls unter test.de/Leitfaden-Weiterbildung
Fördermittel Weiterbildung

Geld von der Bank

Für unter 36-Jährige lohnt sich der Bildungskredit, ein zinsgünstiges Darlehen, das die Bundesregierung mit der KfW-Bankengruppe und dem Bundesverwaltungsamt anbietet. Der Bildungskredit ist unabhängig vom eigenen Einkommen sowie dem von Eltern und Ehepartner. Bewilligt werden können bis zu 24 Monatsraten, also maximal 7.200 Euro. Zu beantragen beim Bundesverwaltungsamt in Köln unter bva.bund.de/DE/Themen/Bildung/Bildungs kredit/

Ältere Bildungswillige können bei ihrer Bank einen Raten- oder Abrufkredit aufnehmen. Die Konditionen für beide Kreditarten erfragen Sie bitte bei ihrem Geldinstitut oder informieren sich über Vergleichsportale und Finanztests im Internet.

Geld vom Finanzamt

Kursgebühr, Anreise, mögliche Übernachtungskosten – das leppert sich. Doch oft zahlen Teilnehmer von beruflichen Weiterbildungskurse unterm Strich deutlich weniger, weil sie spätestens bei der nächsten Steuererklärung einen Teil der Kosten wieder erstattet bekommen. Alle im Zusammenhang mit einer beruflichen Fortbildung entstehenden Kosten können als sogenannte Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen reduzieren, so dass mindestens der dem persönlichen Steuersatz entsprechende prozentuale Anteil der mit der Fortbildung entstehenden Kosten gespart wird. Fragen rund ums Thema Steuererklärung beantwortet das Finanztest Spezial „Steuern 2017“, erhältlich für 8,80 Euro im www.test.de/shop.

Weiterbildung zahlt sich aus!

Für Wissensdurstige gibt es in Sachen beruflicher Weiterbildung jede Menge Unterstützung. Interessant sind vor allem die Fördertöpfe von Bund und Ländern. Doch auch Arbeitgeber unterstützen das Engagement Ihrer Mitarbeiter mit Zeit oder Geld. Wer weder einen Chef hat, der unter die Arme greift noch Anspruch auf Fördermittel, kann immer noch einen Kredit aufnehmen. Wer so auf eigene Kosten in seine berufliche Ausbildung investiert, kann mit den Ausgaben immerhin Steuern sparen. Weiterbildung zahlt sich in jedem Fall aus – entweder in Form einer Beförderung und/oder einer Erhöhung von Lohn und Gehalt aufgrund der höheren Qualifizierung.

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