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Erfahrungsbericht eMBIS Seminar „Corporate Blogs“

Wer im Corporate Blog-Umfeld kennt das nicht: Man steckt viel Energie und Know-how in einen Blogartikel, aber die Reaktion darauf – ausgedrückt in Besucherzahlen oder Facebook-Likes – entspricht meist nicht den hohen Erwartungen, die man ursprünglich an ihn hatte. Als ich daher von dem eMBIS Seminar „Corporate Blogs – Erfolgreiche Marketing-Strategien für Ihr Unternehmen“ erfuhr, war ich sofort Feuer und Flamme.

Seminarleiter Michael Firnkes

Auch Michael Firnkes als angekündigter Seminarleiter, den ich durch seine Bücher bereits kannte, machte mich neugierig. Aus dem Munde eines echten „Blogprofis“ zu erfahren, wie Firmenblogs funktionieren können: Das versprach ein höchst lehrreiches Blog-Seminar. Denn schließlich hat Firnkes bewiesen, dass sich mit einem gut gemachten „Webtagebuch“ auch der Lebensunterhalt bestreiten lässt.

Tag 1: Bloggende Maler und eine schmerzhafte Erkenntnis

Am ersten Tag brachte nach einer kurzen Vorstellungsrunde zunächst jeder seine Erwartungen an das zweitägige Seminar zu Papier. Mein vorrangiges Interesse galt der Frage, wie man als Blogger in einem kommerziellen Umfeld Kooperationen mit anderen Bloggern eingehen kann. Die genannten Ziele wurden von Firnkes dann geordnet und an eine Pinnwand geheftet. „Grundlagen und Ziele von Corporate Blogs“ war die erste Unterrichtseinheit überschrieben:

  • Was leistet ein Corporate Blog?
  • Was sind seine Bestandteile?
  • Was braucht man zum Bloggen?
  • usw.

bloggende Maler

Der Seminarleiter jagte die Folien jedoch nicht einfach über den Bildschirm. Zu jedem Punkt gab er interessante und teils auch kuriose Beispiele aus der Praxis, manchmal entspann sich unter den Teilnehmern gar eine rege Diskussion. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ein bloggender Maler (kein Künstler!) einen solchen Erfolg mit seinem Firmenblog haben kann.

schmerzhafte Erkenntnis

Schmerzhaft wurde es für den ein oder anderen bei der ersten praktischen Übung. Aufgabe war es, dem Sitznachbarn Auskunft darüber zu geben, was der eigene Blog denn eigentlich sei und wozu man ihn im Unternehmen habe. Hierzu Firnkes: „Wenn man einen Corporate Blog betreibt und nicht in drei Sätzen erklären kann, was er macht, dann wird’s schwierig.“ Und so wurde einem bei dieser Aufgabe erst so richtig bewusst, dass man im richtigen Seminar saß.

Tag 2: Das Thema Blogger Relations in die Praxis umgesetzt

Am zweiten Tag folgten weitere Übungen. Anhand der Zielgruppen des eigenen Blogs (Kunden, Interessenten, Presse etc.) sollte man sich unter anderem überlegen, welche Mehrwerte man diesen bieten könne. Auch kreative Blogartikel-Überschriften durften getextet werden. Am spannendsten fand ich persönlich aber die Blog-Clinic.

Highlight – Blog-Clinic

Hier wurde der Blog jedes Teilnehmers mit dem an den vergangenen Tagen vermittelten Wissen von allen anderen genau unter die Lupe genommen. Fleißig schrieb ich mit, was die Teilnehmer am OSG-Blog noch verbessern würden. Denn in Bezug auf die eigenen Seiten entwickelt man im Laufe der Zeit ja oft eine gewisse Betriebsblindheit, daher war ich über jeden Hinweis sehr froh. So war mir beispielsweise nicht bewusst, dass die Titelthemen-Box auf der Blogstartseite irgendjemand verwirren könnte.

Beziehungen – Blogger Relations

Schließlich ging der Seminarleiter im letzten Kapitel noch auf das Thema „Blogger Relations“ ein, wo ich wieder aufmerksam zuhörte und aus erster Hand erfuhr, was Blogger bei der Kontaktaufnahme auf die Palme bringt (unpersönliche Ansprache, kein wirkliches Auseinandersetzen mit den Inhalten usw.). Firnkes verriet außerdem, dass er allergisch auf Telefonanrufe reagiere. Trotz allem: Positive Beziehungen zu Bloggern sind möglich, wenngleich dies Zeit und Geduld erfordert! Persönliche Kontakte seien entscheidend. Zuviel möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten: Einfach selbst mal das Seminar besuchen! 😉

Organisation und äußerer Rahmen

Zum Schluss noch ein paar Worte zum äußeren Rahmen, von dem die Lernmotivation sowie der Lernerfolg ja nicht unwesentlich abhängen. Doch auch hier gibt es nichts zu monieren. Das Hotel (wenngleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas umständlich erreichbar) und die Versorgung während des Seminars waren einwandfrei.

Die kleine Teilnehmerzahl sorgte zudem für eine optimale Lernsituation und es konnte auch gleich eine wichtige Lektion von Firnkes in der Praxis umgesetzt werden: Vernetzen sie sich als Corporate Blogger auch untereinander! Gesagt, getan. Auf dem Rückweg nach München bestand genügend Gelegenheit, um Visitenkarten zu tauschen und mögliche Kooperationen zu besprechen.

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